Wohngruppe

9 Zimmer frei!

Die heilpädagogische Wohngruppe am Jurahof

Die heilpädagogische Wohngruppe umfasst neun Plätze für Kinder und Jugendliche jedes Geschlechts im Alter von zwölf bis 16 bzw. im Einzelfall 21 Jahren. Gelebt und gearbeitet wird in dieser Einrichtung mit dem Konzept der Sozialen Landwirtschaft. Das bedeutet, dass der Umgang mit und die Versorgung von Tieren in den pädagogischen Alltag eingebunden werden, ebenso wie der Anbau und die Produktion von Lebensmitteln zur Selbstversorgung. Kindern und Jugendlichen in schwierigen Lebenslagen wird auf diese Weise ein Ort geboten, an dem sie durch verlässliche Beziehungen sowie den Kontakt zu Tieren und Natur Sicherheit, Orientierung und Struktur erfahren. So kommen sie auch in Kontakt mit sich selbst und erhalten die Möglichkeit, ihre eigenen Potentiale (wieder-) zu entdecken und zu nutzen.

Jurahof

Verantwortung für Natur und Mensch

Ökologische Landwirtschaft

Der Jurahof liegt in Schmidtstadt, einem Ortsteil der Gemeinde Etzelwang und ist ein ökologischer Betrieb mit Mutterkuhhaltung zur Fleischerzeugung. Der Tierbestand umfasst bis zu 60 Rinder, die von April bis Oktober in drei Herden auf den Weiden in der Nähe des Hofes aufgeteilt sind. Im Winter sind die Tiere in einem offenen Stall untergebracht, der unter den Gesichtspunkten einer artgerechten Tierhaltung gebaut wurde. Daneben gibt es einen kleinen Bestand an Hühnern, denen ein ebenso großzügiger Stall sowie Auslauf mit Grünfläche zur Verfügung steht. Ein weiterer Betriebszweig ist der Anbau von Getreide.

Da die ökologische Landwirtschaft mit weitestgehend geschlossenen Kreisläufen arbeitet, wird das zusätzlich benötigte Futter für die Tiere, bestehend aus Grassilage, Heu und Getreideschrot auf den eigenen Flächen (ca. 70 Hektar) angebaut. Gedüngt werden diese Flächen wiederum mit dem Mist der eigenen Tiere beziehungsweise durch Gründüngung (Anbau von Pflanzen, die den Boden mit Stickstoff anreichern).

Auf dem Hof wurde bis in die Neunziger Jahre eine Ausflugsgaststätte mit Fremdenzimmern betrieben.
In der Region sind das Anwesen und der ehemalige Gastwirtschaftsbetrieb noch heute als »Der Jurahof« bekannt. Ein Teil dieses Gebäudes mit entsprechend auf den Bedarf angepasster Infrastruktur steht der Wohngruppe als Lebensraum zur Verfügung.

Team

Wir stellen vor

Team

Verena Feil

Verena Feil

Sozialarbeiterin M.A. · Leiterin der heilpädagogischen Wohngruppe die 9

Der Jurahof ist für mich ein Ort der Begegnung mit Menschen und Tieren. Ein Platz in der Natur mit sinnstiftenden Aufgaben und Lernfeldern für Kinder und Jugendliche.

Ein solcher Ort war schon lange in meinem Kopf, da ich in meinem Arbeitsalltag in München, die Nähe zur Natur vermisste. Die Möglichkeiten eines ökologischen Bauernhofes bieten für Freizeitaktivitäten in der Betreuung der Heranwachsenden zahlreiche Vorteile gegenüber der Stadt und bewogen mich unter Anderem zur Rückkehr in die Oberpfälzer Heimat

Der Aufbau der Wohngruppe die 9 ist eine spannende Herausforderung und es macht mir viel Freude, die Talente der Kollegen*innen und meine eigenen zu bündeln, um ein liebevolles und förderndes Umfeld zu schaffen.  

 

Stefanie Heinl

Stefanie Heinl

Erzieherin

Nicole Fritsch

Nicole Fritsch

Psychologischer Fachdienst

Ich freue mich seit März 2020 Teil des Jurahofteams in Schmidtstadt zu sein. Von Kindesbeinen an schlägt mein Herz für Mensch, Tier und Natur, Entwicklung und ein friedvolles Miteinander.

Meine Passion wurde zu meinem Beruf und so begleite ich seit vielen Jahren Menschen auf ihrem Lebensweg und bei persönlichen Entwicklungs- und Heilungsprozessen. Mein persönlicher Weg führte mich als Erzieherin über das Studium der Psychologie hin zur Ausbildung als psychologische Psychotherapeutin. Der Arbeit im Jugendhilfebereich bin ich seit 2004 treu geblieben. Die Unterstützung von Jugendlichen und Familien zieht sich seither wie ein roter Faden durch meinen Lebenslauf.

In unterschiedlichen Rollen konnte ich meine Fähigkeiten ausbilden und Begleitung für junge Menschen sein. Zu meinem Angebot zählen sowohl Gespräche, Gruppen- ‚als auch Erlebnispädagogische Angebote. So freut es mich sehr, dass ich als psychologischer Fachdienst Teil des Aufbaus einer einzigartigen Wohngruppe am Jurahof bin und eine sinnvolle Verknüpfung meiner Interessen finde. In der mir wichtigen Verbindung von Mensch, Tier und Natur.

Klaus Hofmann

Klaus Hofmann

Hausmeister und Landwirt

Manuela Keck

Manuela Keck

Verwaltungskraft

Martin Kohl

Martin Kohl

Heilerziehungspfleger

Das Konzept der sozialen Landwirtschaft schafft für die Jugendlichen und Mitarbeiter Möglichkeiten den Alltag abwechslungsreich zu gestalten. Im „Hofalltag“ müssen keine künstlichen Situationen geschaffen werden um die ernsten Themen der Jugendlichen anzugehen. Im Umgang mit den Tieren sind Einfühlungsvermögen und Verantwortungsbewusstsein gefragt. Das Integrieren in die „Hofgemeinschaft“ ist ein wichtiger Bestandteil am Jurahof, und auch der Aufbau einer neuen Wohngruppe mit diesem Konzept ist für mich als Mitarbeiter spannend.

Mario Tyl

Mario Tyl

Erzieher

Die Verbundenheit zur Natur brachte mich auf den Jurahof. Und diese Verbundenheit ist es auch, was ich bei den Jugendlichen erleben darf. Das sorgsame Kümmern um die Kühe und Hühner, das vorsichtige Pflegen der Pflanzen im Garten und die Freude daran mit dem Landwirt, Herrn Hofmann, auf die Weide zu fahren um diese instand zu halten. Die Jugendlichen machen diese Arbeiten gerne, und ich denke, dass sie es auch brauchen. Der Jurahof bietet die Möglichkeit der Entfaltung der Jugendlichen im Einklang mit Tier, Natur und den Menschen auf dem Hof.

Eva Hartlep

Eva Hartlep

Pädagogische Mitarbeiterin / Sozialpädagogin M.A. / Fachkraft für tiergestützte Intervention

Der Jurahof bietet den Kindern und Jugendlichen das, was viele bereits verlernt haben oder bisher kaum kennelernen durften: Ein Leben in und mit der Natur. Der Alltag auf dem Hof bietet viele wertvolle Entwicklungsmöglichkeiten, durch welche die Kinder Tiere und Natur zu schätzen und zu respektieren lernen. Ich freue mich, dass ich genau in einem solchen Umfeld als Person und Fachkraft für Tiergestützte Intervention arbeiten und sicher selbst immer wieder neu dazu lernen kann. Ab und zu unterstützt mich meine kleine verrückte Mischlingshündin Foxy dabei.

Eva-Maria Scheibel

Eva-Maria Scheibel

Sozialpädagogin

Inspiriert durch die ersten Zeitungsartikel über Soziale Landwirtschaft und die Idee, Menschen mithilfe von Natur, Tieren und dem sinnhaften Arbeiten auf ihrem Lebensweg zu unterstützen, beschloss ich, Soziale Arbeit zu studieren und mich mit dem Konzept intensiver auseinanderzusetzen. Nun, einige Jahre später, stehe ich hier auf dem Jurahof und darf nicht nur mein erlerntes Wissen, sondern auch die Leidenschaft fürs Draußensein und für den Umgang mit Tieren in die Tat umsetzen. Der positive Effekt auf die Kinder und Jugendlichen zeigt sich in der Arbeit jeden Tag aufs Neue und inspiriert zu weiteren Ideen. Ich freue mich über die Möglichkeit, das Projekt "die9" mitgestalten und das Konzept Soziale Landwirtschaft weiter entwickeln zu können.

Maria Obermeier

Maria Obermeier

Hauswirtschaftskraft

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Infoflyer zur Heilpädagogischen Wohngruppe 

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Aktuelles

Herausforderung gemeistert: Wildniszeit „die9“


Nach langer Planung und so mancher Hürde haben wir es geschafft! 3 Tage und 3 Nächte lang haben wir uns auf eine Wanderung durch die schöne Landschaft der Hersbrucker Schweiz begeben. Das Projekt Wildniszeit gehört zur so genannten „Initiatischen Prozessbegleitung“, einer Methode, die mit der Natur als Medium arbeitet und durch die sich Wahrnehmungs- und Entspannungsübungen besonders gut entfalten können.

Voller Vorfreude auf eine aufregende Zeit in der Natur sind wir bepackt mit Rucksäcken, Isomatten und Schlafsäcken am Donnerstagnachmittag an unserem Startpunkt in unmittelbarer Nähe des Happurger Stausee angekommen. Nachdem unsere Tarps, das sind leichte Planenzelte, aufgebaut waren und das Essen auf dem offenen Feuer kochte, gönnten wir uns eine herrliche Abkühlung im See! Ein wunderbarer Auftakt, um sprichwörtlich in die Natur um uns herum einzutauchen! Nachdem wir lecker gegessen hatten, lies die erste Herausforderung unserer Reise nicht lange auf sich warten. Die Wettermeldungen warnten vor Unwetter und kräftigen Gewittern in der Nacht und ermahnten uns zur Vorsicht. Nach einer Besprechung in der Gruppe und dem Erarbeiten eines „Notfallplans“ legten wir uns schlafen und waren alle gespannt, wie die Nacht sich entwickeln würde. Glücklicherweise zogen die Gewitter an uns vorbei und so konnten wir unsere erste Nacht bei etwas Wind, aber dennoch weitgehend ruhig unter freiem Himmel verbringen, wenn man mal von den neugierigen und schimpfenden Siebenschläfern absieht.

Am nächsten Morgen machten wir uns, gestärkt von leckerem Porridge, auf den Weg Richtung Schmidtstadt. Nachdem das Camp wieder abgebaut und die Rücksäcke gepackt waren ging’s steil nach oben, denn unser erster Berg lag vor uns. Mit einigen Pausen und viel Motivation kamen alle glücklich oben an! Dem einsetzenden Regen trotzend haben wir Schutz im Wald gefunden und vergnügt neue Spiele erprobt. An unserer zweiten Haltestelle in Reckenberg wurden wir herzlich in Empfang genommen! Nach einer kleinen Hofführung inklusive großer Begeisterung für die jungen Ferkel haben wir unser Camp auf einer schönen Obstwiese aufgeschlagen. Schon bald war mit vereinten Kräften eine Feuerstelle gefunden, aufgebaut, das Feuer entfacht und das Abendessen erfüllte den Platz mit leckerem Duft. In dieser Nacht brannte das Feuer bis in die frühen Morgenstunden und wärmte uns in einer echt kühlen Sommernacht.

Soviel sei verraten: Der Samstag war der Tag der Ausdauer! Doch zunächst hieß es wieder Camp abbauen, alles verstauen, Brotzeit und Rücksäcke vorbereiten und losgehen. Nach einem beschwingten Abstieg ins Tal erfrischten wir uns bei sommerlichem Wetter in der Pegnitz und im Kneippbecken von Pommelsbrunn. Watend wie die Störche brachten wir unseren Kreislauf in Schwung und stärkten uns für die nächste Etappe. Und wie es eben so ist: Nach dem Abstieg kommt der Aufstieg! Unser Weg führte uns durch Bärlauchwälder hinauf auf die Anhöhe nach Bürtel. Der langgezogene Anstieg forderte uns Geduld, Ausdauer und so manchen Motivationstrick ab! Trotz der einen oder anderen Blase an den Füßen haben es alle nach oben geschafft! Froh, die längste Strecke der Tour gegangen zu sein, kamen wir endlich in Bürtel an und erfragten einen Schlafplatz für die Nacht. Bei einer sehr gastfreundlichen Familie wurden wir fündig und herzlich aufgenommen. Auf einer schönen Wiese durften wir ein letztes Mal unser Camp aufschlagen und wurden mit Feuerholz, Würstchen und Honig versorgt. Den letzten Abend versüßten wir uns mit Marshmallows und Fladenbrot am Lagerfeuer und konnten den freien Blick auf einen sternenklaren Nachthimmel genießen. Die ein oder andere Sternschnuppe ließ hoffentlich Wünsche in Erfüllung gehen.

Nur noch ein kleines Stück, dann sind wir zuhause! Routiniert wurde am Sonntag wieder das Frühstück zubereitet, gepackt und der Platz geräumt. An diesem Tag stand der letzte Fußmarsch an. Symbolisch legten wir dafür unsere Rucksäcke ab und kehrten ohne Last auf den Schultern auf den Jurahof zurück. Die letzte Herausforderung hieß nun: Finde deinen Weg. Jede(r) Jugendliche war eingeladen, ein letztes Stückchen Weg alleine zu gehen und ihren/seinen Weg auf den Hof zu finden. Dort wurden sie dann jubelnd empfangen und zu ihrer Wildniszeit beglückwünscht. Bei Braten und Knödel beendeten wir die erfahrungsreiche Zeit und tauschten Geschichten aus. Während der gesamten Zeit bekamen die Jugendlichen Impulse, um über ihre eigene Lebenssituation nachzudenken. Die Intention der Wanderung war es, alle Jugendlichen in ihren Entwicklungsprozessen und den damit verbundenen Herausforderungen zu bestärken, ihre Kraft zu entwickeln und ihnen zu helfen, ihren Weg zu sich, als wirklichen Jugendlichen, zu finden. Dazu gab es Geschichten, Spiele, regelmäßige Gespräche im Kreis und Einzelgespräche auf dem Weg.

Unser herzlicher Dank gilt allen Beteiligten, die es möglich gemacht haben, die Wildniszeit auf die Beine zu stellen und zum Leben zu erwecken. Allen Voran möchten wir den Jugendlichen danken, die mit ihrer Begeisterung, ihrer Bereitschaft zum Aufbruch und ihren Ideen das Projekt zu einem vollen Erfolg gemacht haben! Ihr wart spitze!

Damit die Wildniszeit auch im kommenden Jahr stattfinden kann, suchen wir dringend noch Unterstützer*innen, die das Projekt mit Geld- oder Sachspenden fördern wollen. Besonders eigene Zelte und Outdoor-Ausrüstung wären ein großer Gewinn, denn bisher musste dies alles privat aufgetrieben oder gemietet werden. Bitte spenden Sie direkt an:

Humanistische Vereinigung

Sparkasse Nürnberg

Verwendungszweck: die 9 am Jurahof

BIC: SSKN DE 77XXX,

IBAN: DE26 7605 0101 0001 0319 37

Vielen Dank!

28.06.2022 Gutes Wetter, Pfingstferien und ein Ausflug zum Erdbeerfeld – so lässt sich’s leben!

Gutes Wetter, Pfingstferien und ein Ausflug zum Erdbeerfeld – so lässt sich’s leben!

Während einige der Kinder und Jugendlichen über die Pfingstferien weggefahren sind, verbringen andere ihre schulfreie Zeit auf dem Jurahof. Dies bietet die perfekte Gelegenheit für einige anstehende Projektarbeiten und verschiedene Ausflüge.

Seit längerer Zeit planten wir, auf dem Grundstück eine kleine Hütte zu bauen, in der die Kinder auch bei schlechtem Wetter zusammen sein und miteinander eine gute Zeit haben können. Letzten Dienstag ging es dann endlich los. Früh morgens bei strahlendem Sonnenschein ging es los zur Weide, um eine alte Scheune abzureißen. Das Holz davon wird in den kommenden Wochen zu einer neuen Hütte direkt hier auf dem Hof verbaut.

Nach getaner Arbeit kommt das Vergnügen. Mit voll beladenem Bus fuhren wir nachmittags aufs Erdbeerfeld, wo sich die Kinder während des fleißigen Pflückens den Bauch vollschlagen konnten. Mit stolzen neun Kilogramm Erdbeeren fuhren wir zurück nach Hause – was eine erfolgreiche Ernte!

11.12.2021 Saftvorrat für den ganzen Winter gesichert

Saftvorrat für den ganzen Winter gesichert

Anfang November durften die Jugendlichen am Jurahof ihren eigenen Apfelsaft für die Wohngruppe pressen. Die Wochen davor wurden schon zur Vorbereitung genutzt und in der Freizeit fleißig Äpfel von Bäumen am eigenen Hof und in der Umgebung gesammelt. Dann wurde eine mobile Presse im Hof des Jurahofs aufgebaut, Schürzen angelegt und die Saftproduktion konnte beginnen: Erstmal mussten die Äpfel auf Faulstellen und Würmer kontrolliert werden und wenn nötig, diese ausgeschnitten oder aussortiert werden. Im zweiten Schritt haben die Jugendlichen die Äpfel "geknackt" und anschließend in einer Obstmühle zu Maische verarbeitet. Diese Maische kam dann in die Obstpresse und aus ihr konnte dann in mehreren Durchgängen der Saft heraus gepresst werden.

Nachdem der letzte Apfel zerquetscht und die letzte Flasche gefüllt waren, war die Begeisterung über dieses Selbstversorger-Projekt groß, spätestens als alle Helfer den leckeren Apfelsaft probieren konnten und sahen, wie viel Liter tatsächlich zusammen gekommen waren. Der Saft wird der Wohngruppe voraussichtlich den ganzen Winter über halten.

 

07.12.2021 Almabtrieb, Profiwerkstatt und ein einzigartiges Gewächshaus

Almabtrieb, Profiwerkstatt und ein einzigartiges Gewächshaus

Es war ein genauso erfolg- wie ereignisreiches Jahr, das sich auf dem Jurahof in Schmidtstadt im Landkreis Amberg-Sulzbach nun langsam dem Ende zuneigt. Wie in den beiden vorangegangenen Jahren gab es auch 2021 wieder einige Veränderungen und Wechsel bei der Besetzung der Kinder und Jugendlichen, die hier in schwierigen Lebensphasen ein neues Zuhause finden und durch das Konzept der sozialen Landwirtschaft Halt und Selbstvertrauen tanken können. Manche sind zurück in ihre Familien gegangen, andere sind geblieben oder wiedergekommen und auch der eine oder andere „Neuzugang“ wurde integriert.

Dabei muss das Team stets die Zusammensetzung der Gruppe im Auge behalten, denn diese kann sich positiv wie negativ auf die Stimmung, die weitere Entwicklung und den pädagogischen Erfolg auswirken. Im Augenblick sind sie mit ihr jedenfalls mehr als zufrieden.

Wie in fast allen Einrichtungen der Humanistischen Vereinigung sorgte die Corona-Pandemie natürlich auch in der Wohngruppe „die 9“ dafür, dass manches gar nicht und vieles nur ganz anders stattfinden konnte als gewohnt. Das erlebten die Kinder und Jugendlichen sowohl vormittags in der Schule, als auch in der übrigen Zeit auf dem Jurahof. Dennoch haben sie das Beste aus der Situation gemacht: Wenn Ausflüge und Besuche wie in den Vorjahren nicht möglich waren, dann widmeten sie sich eben vielen Projekten und Ideen auf dem Jurahof selbst. Und da bietet so ein Bio-Bauernhof mit artgerechter Tierhaltung natürlich viel Platz und Möglichkeiten, sich einzubringen oder etwas Neues auf die Beine zu stellen.

Anfang November trägt der Jurahof sein herbstliches Kleid und es steht für „die 9“ gemeinsam mit Landwirt Klaus Hoffmann eine Art „Almabtrieb“ an. Nun sind die Hügel der Hersbrucker Schweiz nicht wirklich mit den Almen im Alpenraum vergleichbar, dennoch zeigt die Aufgabe, die Rinder von der einen auf die andere Weide zu bringen, doch ganz deutlich, wie sinnvoll und hilfreich die Beteiligung und der Einsatz der Kinder und Jugendlichen sind. Wie auch bei anderen Tätigkeiten übernehmen sie Verantwortung, arbeiten als Team zusammen und freuen sich gemeinsam über den Erfolg, wenn alles geklappt hat. Während ein Teil der Gruppe die Kühe langsam zusammen- und in die richtige Richtung treibt, sichern die anderen die Strecke zur neuen Weide und stecken sie mit Begrenzungsmarkierungen ab, um den Tieren den richtigen Weg zu zeigen. Dank der klaren Anleitung von Klaus Hoffmann und der nötigen Kommunikation untereinander gelingt der erste Teil dieser Herausforderung genauso problemlos wie das eigentliche Leiten der Tiere bis auf die andere Weide.

Aber auch beim Rundgang über den Hof wird schnell deutlich, wie vielfältig die Möglichkeiten hier sind und wie kreativ die Kinder und Jugendlichen diese nutzen. Erste Station im Haus selbst ist der neue Relax- und Chillraum, der gerade ganz in Eigenregie entsteht. Dazu wird das Zimmer komplett renoviert, eine erhöhte Sitz- und Liegefläche eingebaut und anschließend ganz nach den Vorstellungen der jüngeren Generation gestaltet. Beeindruckend, mit wieviel handwerklichem Geschick und fast schon professionellen Techniken hier gearbeitet wird. Man darf jedenfalls auf das Ergebnis gespannt sein.

Ein anderes Vorhaben wird zurzeit in einem der Nebengebäude des Jurahofs umgesetzt. Dort ist die Einrichtung einer eigenen Werkstatt für die Mitglieder der Wohngruppe schon weit fortgeschritten. Aus der Fahrradwerkstatt nebenan (siehe Bericht vergangenes Jahr) ist wegen Platzmangels mittlerweile eine Fahrradgarage geworden und die Werkstatt zog um und wurde mit größeren Werkbänken und mehr Raum für alle Tätigkeiten neu eingerichtet. Bohren, sägen, schrauben, schleifen, lackieren – bei so vielen Möglichkeiten, Sachen auszuprobieren, zu reparieren oder zu gestalten, würde so manch Hobbyhandwerker wahrscheinlich ganz schön neidisch.

Ein weiteres Projekt ist fast schon mehr Kunst als Handwerk. Direkt neben dem Gemüse- und Kräutergarten, der vergangenes Jahr entstand, ist in den letzten Wochen ein Gewächshaus in die Höhe geschossen. Ein echtes Unikat ist da gelungen, aus Holz und Fertigfenstern entstand mit viel Fantasie und Geschick  dieser Bau der ganz besonderen Art, in dem es nach der Fertigstellung nächstes Jahr dann grünen und blühen soll.

05.11.2020 Herbstliche Harmonie und zufriedener Rückblick auf fast 2 Jahre

Herbstliche Harmonie und zufriedener Rückblick auf fast 2 Jahre

„Wenn die Hausaufgaben gemacht und die Hühner gefüttert sind, geht’s rüber zum Apfelernten!“
Diese kurze Ansage für den Nachmittag spiegelt schon Einiges wider, wofür der Jurahof steht: Klare Strukturen, selbst Verantwortung übernehmen und auch die Vorzüge der ländlichen, natürlichen Umgebung erleben und genießen.

Der Herbst ist eingezogen auf dem Bio-Bauernhof in Schmidtstadt am Rand der Hersbrucker Schweiz, und gerade zu dieser Jahreszeit bietet die Natur hier eine besonders farbenprächtige Landschaft und reichlich Ernte. Der zweite Sommer liegt hinter der heilpädagogischen Wohngruppe, mit der die Humanistische Vereinigung Ende 2018 Neuland betreten hatte. Seither haben sich Landwirt und Hofbesitzer Klaus Hofmann, das Team und die Wohngruppe immer besser gefunden und aufeinander eingespielt. Das hat Sicherheit und Bestätigung gegeben, und es beweist, dass die Idee einer sozialen Landwirtschaft gut funktioniert. Wie sich herausstellte, variiert die Dauer des Aufenthalts der Jugendlichen deutlich, manche blieben nur einige Monate, andere sind schon fast seit Beginn dabei. Und es ist kein unrealistisches Szenario, dass es welche geben wird, die quasi ihre ganze Jugend auf dem Jurahof bleiben werden.

Als echte Motivationsschübe haben sich die „Erfolgsgeschichten“ mancher Bewohner*innen erwiesen, die in ihrer Zeit auf dem Jurahof genügend Erfahrung gesammelt und Selbständigkeit entwickelt haben, um im künftigen Leben problemlos auf eigenen Beinen stehen zu können. Nicht ohne Stolz erzählt Leiterin Laura Kaa von den Ehemaligen, die weiter freundschaftlichen Kontakt halten und manchmal sogar auf einen Besuch vorbeikommen.

Aber auch die vielen kleinen Geschichten, die der Alltag auf dem Hof so schreibt, sind erwähnenswert und wertvoll: Trotz eines Unwetters nochmal nach den Tieren sehen, besonders früh aufstehen, um vor der Schule die Kaninchen zu versorgen, Teamwork bei der Suche nach einem verschwundenen Tier oder die rührende Fürsorge, mit der die Jugendlichen ein Kälbchen vor dem sicheren Tod bewahrten. Dass Verantwortung manchmal auch schwierig sein kann und nicht alles reibungslos funktioniert, versteht sich von selbst. Aber auch dann führen meist Einsicht und Verständnis zu Lösungen, und das fördert wiederum fördert die Fähigkeit zu Absprachen und das Mitdenken.

Von den Auswirkungen der Coronapandemie in diesem Jahr war der Jurahof nur wenig betroffen, denn auf den vielen tausend Quadratmetern Fläche blieben Bewegung und Projekte natürlich uneingeschränkt möglich. Projekte wie die Fahrradwerkstatt, der Kaninchenstall, der Kräuter- und Gemüsegarten, bei denen die Jugendlichen beeindruckend gezeigt haben, was sie alles schaffen und mitunter über sich hinauswachsen können. Begleitet von Landwirt Klaus Hofmann, der die Kinder jeden Tag voller Freude und Motivation unter seine Fittiche nimmt, ihnen stetig Neues bei- und ihnen gleichzeitig großes Vertrauen entgegenbringt. Genauso wie die Betreuer*innen, die alle ihre unterschiedlichen Kompetenzen und Fähigkeiten für ihrer Schützlinge einbringen.

 

07.10.2020 Ziegenwanderung im Hirschbachtal ohne Ziegen?

Ziegenwanderung im Hirschbachtal ohne Ziegen?

Geht nicht? Geht doch! Denn dafür begleiten uns zwei nette Hündinnen auf der 1,5-stündigen, anspruchsvollen Wanderung rund um das schöne Örtchen Hirschbach. Und warum hier überhaupt von einer Ziegenwanderung die Rede ist stellt sich schnell heraus: Es ist eigentlich ein sogenannter Themenwanderweg, er führt an steilen Berghängen vorbei, die früher lange Zeit als Weideland für Ziegen dienten. Unterwegs erfahren wir eine Menge über die Nutzung und Haltung der Ziegen in der Region. Aufmerksam lesen wir die Informationstafeln am Wegrand und stellen uns vor, wie unsere Wanderung wohl mit einer kleinen Ziegenkutsche verlaufen wäre. Klarer Vorteil: Wir müssten unsere Brotzeit nicht selbst tragen!

08.09.2020 Das Kaninchen-Team-Zertifikat

Das Kaninchen-Team-Zertifikat

Eine tierische Herausforderung in Pottenstein

Auf dem Jurahof sind Kaninchen eingezogen, Bella, Bonni und Brownie!

Rasch haben wir gemerkt, dass es da einiges zu beachten gibt und dass Absprachen, wer zu welcher Zeit was macht, gut geführt werden müssen. Um also unser Fachwissen sowie den Teamgeist zu optimieren, bereiteten sich alle „Bewerber*innen“ für das Kaninchen-Team-Zertifikat gut vor auf den Tag der „Prüfung“. In der letzten Sommerferienwoche machten sich dann die vier Kinder und Jugendlichen mit zwei Betreuer*innen auf den Weg Richtung Pottenstein. Wir erkletterten die Himmelsleiter, sinierten auf dem Weg ins Innere des Steinlabyrinths über die eigene Motivation an dem Zertifikat, spielten bei der Hasenlochhöhle Flaschendrehen: Auf wen die Flaschenspitze zeigte, durfte eine Kaninchenfrage ziehen und wenn der- oder diejenige die Antwort nicht wusste, gerne um Hilfe fragen. Dazwischen wurden immer wieder Team- und Kooperationsspiele gestreut. Die Krönung des Tages war dann die Verleihung der Zertifikate, denn alle Teilnehmer*innen hatten sich superwacker geschlagen, gezeigt, dass ihnen die langohrigen Wackelnasen viel bedeuten und sie in der Lage sind, gut als Team zusammenzuarbeiten zum Wohle der Tiere. Herzlichen Glückwunsch und viel Freude mit Bella, Bonni und Brownie und diesen mit euch!

10.06.2020 Die Karawane zieht übers Land

Die Karawane zieht übers Land

Kamelwanderung mit Feuersalamander an Pfingsten

Heute machen wir uns auf nach Vorra und besuchen Steffen und seine 4 Kamele. Wir erfahren eine Menge über diese außergewöhnlichen Tiere. Wo sie ursprünglich herkommen, was sie gerne fressen, wann sie ihr Fell verlieren, wo sie ihre Fettpolster haben und wie sich ihre Füße anfühlen. Nachdem wir uns kennengelernt und ein bisschen vertraut gemacht haben mit Sonja, Tani, Kasach und Khadau starten wir zu unserer Wanderung mit den Kamelen. Zum Glück schaut Lea gut auf den Weg, sonst hätten wir fast einen Feuersalamander platt getrampelt. Stolz zieht die Kamelkarawane über die Hochebene von Vorra und freut sich am Ende über einen genauso lehr- wie erleblebnisreicher Tag für alle Beteiligten.

30.05.2020 Die Vision von Pommes mit Ketchup

Die Vision von Pommes mit Ketchup

Von Tomaten, Ochsenherzen und schwarzen Pfaumen...

Mit Richis Hilfe haben wir im April einen Kartoffelacker angelegt und das erste Grün schaut schon aus der Erde. Heute bekommen wir von der „Tomatenprofessorin“  Christel Obermeier ganz viele Tomatenpflänzchen und noch einige andere Pflanzen mehr gespendet. Hierfür an dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank !!!

Den ganzen Tag sind wir damit beschäftigt, die 31 verschiedenen Tomatensorten (wusstest du/wussten Sie, dass es so viele und wahrscheinlich noch viel mehr Tomatensorten gibt?) in die Erde zu bringen. Nun ist unser Gewächshaus bepflanzt und wir sind schon total gespannt, was aus den Ochsenherz-  oder Black Plumtomaten wird. Nach getaner Arbeit schwelgen wir in der Vision von Pommes und Ketchup aus Eigenproduktion!

28.05.2020 Save Charlie !!!

Save Charlie !!!

Wer kennt sie nicht, die Geschichte vom kleinen Prinzen, der sich voller Liebe um seine Rose kümmert und sie hegt und pflegt und beschützen will?

Solch eine zauberhafte Geschichte gibt es auch hier am Jurahof, wo Elias sich liebevoll um das auf einem Auge blinde und ohne Saugreflex geborene Kälbchen Charlie kümmert. Alle anderen hatten das Kälbchen schon aufgegeben, da es sich weigerte, bei seiner Mama am Euter oder aus der Flasche zu trinken.
Mit geduldiger Beharrlichkeit und viele Tritte von Kälbchenhufen auf die Füße hinnehmend gelingt es Elias, Charlie an die Flasche zu gewöhnen und es mehrmals am Tag damit zu füttern.
Nach einigen Tagen schafft Elias es sogar, Charlie das Euter seiner Mama Lola schmackhaft zu machen, so dass es bald selbstständig bei seiner Mama trinken kann und dann mit ihr zu den anderen Kühen auf die Weide darf. Yuchheee!!

 

18.05.2020 Die Kühe vom Jurahof dürfen auf die Sommerweide!

Die Kühe vom Jurahof dürfen auf die Sommerweide!

Am 12. Mai war es endlich soweit: Die Kühe, Kälbchen und auch der Bulle der Herde wurden auf die Weide gefahren. Damit die Kühe nicht vor lauter Freude und Frühlingsgefühlen durch die Elektrozäune springen waren auch alle Jugendlichen der Wohngruppe gefragt.

Der Job war einfach, aber erforderte viel Mut! Denn um ein Durchbrechen der Zäune zu verhindern, positionieren sich Menschen entlang der Umzäunung - und halten die Kühe damit davon ab, die Zäune einfach zu durchlaufen. Klingt ganz einfach, allerdings wird einem schon mal mulmig zu mute, wenn mehrere Kühe und mit ihnen viele Tonnen Lebendgewicht gleichzeitig auf einen zulaufen!

Resultat des Tages aber: Alle Kühe sind glücklich auf der Weide und die Zäune stehen noch! Es war für alle ein spannendes Erlebnis die Kühe über die Wiese laufen zu sehen, und ihre Freude über die gewonnene Freiheit war förmlich ansteckend.

06.05.2020 Mathe und Sport

Mathe und Sport

...geht gleichzeitig!

Wir verbinden Sport und Mathe, klettern auf`s Wasserfass und Lea macht ihre Matheaufgaben. Zwischendurch gibt es Dehn-und Streckübungen, dabei müssen wir aufpassen, nicht vom Fass zu rutschen. Wer hätte gedacht, dass sich so unterschiedlicher Fächer kombinieren lassen?

29.03.2020 Frühlingsbotin

Frühlingsbotin

Vieles geht ja gerade leider wegen Corona nicht, aber spazieren gehen ist erlaubt.
Wir entdecken dabei unter anderem Küchenschellen (Pulsatilla vulgaris auf schlau) und tolle Höhlen!  
Juchhee, es wird Frühling!!!

14.01.2020 Ein Chamäleon macht den Jurahof glücklich!

Ein Chamäleon macht den Jurahof glücklich!

Tolle Überraschung für den Jurahof und die Humanistische Vereinigung! Denn die heilpädagogische Wohngruppe kann sich über eine unerwartete, großzügige Spende freuen. Die wurde jetzt von Monika Bach, Teamassistentin beim Nürnberger IT-Unternehmen SUSE, im Humanistischen Zentrum an Jurahof-Leiterin Laura Kaa übergeben.

Beim vorweihnachtlichen Bingo-Spiel der suse-Belegschaft waren satte 650 Euro zusammengekommen. Gewünscht war, damit eine sinnvolle Einrichtung für Jugendliche zu unterstützen und es wurde entschieden, den Betrag komplett dem Wohnprojekt in Etzelwang zukommen zu lassen. Natürlich durfte das Chamäleon, das Logo der Nürnberger SUSE Software Solutions Germany, bei dem Treffen nicht fehlen. Dankbar und voller Freude über das Geschenk können Laura Kaa und das Jurahof-Team nun überlegen, wofür es am besten eingesetzt wird. Der Bedarf ist da, Ideen und Projekte gibt es genug (etwa die Fahrradwerkstatt oder das Gartenprojekt), die Entscheidung soll aber auf jeden Fall zusammen mit den Kindern und Jugendlichen getroffen werden.

Ganz nebenbei ergibt sich durch den Termin womöglich sogar eine Kooperation für die Zukunft, denn es ist gut vorstellbar, dass Jurahof-Bewohner*innen demnächst ein Praktikum bei dem IT-Unternehmen absolvieren können.

16.12.2019 Weihnachtsfeier, Happy Birthday und der Nikolaus kommt

Weihnachtsfeier, Happy Birthday und der Nikolaus kommt

Am Freitag, den 13.Dezember haben wir am Jurahof zu unserer kleinen Weihnachtsfeier geladen. Das ganze Team, alle Hofbewohner*innen und alle Kinder und Jugendlichen machten es sich mit Glühpunsch, Keksen und leckerem Essen im Jägerstübchen gemütlich. Nun ist „die 9“ seit einem Jahr auf dem Jurahof, daher stoßen wir zusätzlich mit einem herzlichen „Happy Birthday“ an und wünschen uns fürs nächste Jahr alles erdenklich und unerdenklich Gute. Dann bekamen wir Besuch noch vom Nikolaus, der für alle im Team und natürlich für die Kinder und Jugendlichen einen Spruch drauf hat und ein Geschenk überreicht.

13.12.2019 Und was machst Du so am Sonntag? oder: ein Pferde-Kamel-Ziegenausflug

Und was machst Du so am Sonntag? oder: ein Pferde-Kamel-Ziegenausflug

Wir fahren an einem sonnigen Winternachmittag nach Vorra zum Pferdestall. Lea hilft tüchtig mit beim Ausmisten und das Pferd Gina auf die Koppel zu führen. Dann haben wir Glück und treffen Steffen, den Kamelbesitzer (Ja, rund um den Jurahof gibt es verrückte Sachen!). Lea darf mit auf die Wiese zu den Kamelen und helfen, diese in den Stall zu führen. Sonja, die Kamelstute, die Lea führt, ist zum Glück sehr brav, dagegen hüpft der junge Kamelhengst einige Male wild durch die Gegend. Danach werden die Kamele noch mit trockenem Brot gefüttert. Auf dem Rückweg holen wir Gina von ihrer Wiese und auch sie bekommt noch eine Schüssel mit Pferdemüsli und Karotten. Lea hilft noch mit, die Ziegen, die auch dort leben, zu versorgen. Da es leider schon viel zu früh dunkel wird, machen wir uns hurtig auf den Nachhauseweg, mit einem speziellen Duft aus Pferd-Kamel-Ziege an uns.

22.11.2019 Wir stellen vor: Unsere Fahrradwerkstatt!

Wir stellen vor: Unsere Fahrradwerkstatt!

Im Sommer haben die Jugendlichen eigeninitiativ eine kleine Fahrradwerkstatt eingerichtet. Hier wird geschraubt, umgebaut, repariert und in Schuss gehalten.
Dank einiger Fahrradspenden von Mitarbeiter*innen und Mitgliedern der Humanistischen Vereinigung stehen so viele Fahrräder zur Verfügung, dass auch mal eine gemeinsame Fahrradtour möglich ist.
An dieser Stelle vielen Dank dafür!

30.10.2019 Finster Finster Finster Finster, nur der Glühwurm glüht im Ginster….Geisterstunde!!!

Finster Finster Finster Finster, nur der Glühwurm glüht im Ginster….Geisterstunde!!!

Nun wird es schon bald dunkel und auch auf dem Jurahof breitet sich schaurig-schöne Stimmung aus: Bei den Halloween-Vorbereitungen gilt es, die Kürbisse gut auszuhöhlen (puh, das fühlt sich aber glitschig und etwas eklig an, das Innere!) und anschließend ein Gesicht reinzuschnitzen.

Schon sind unsere beiden Halloween-Kürbisgesichter fertig, einen bekommt Klaus, unser Landwirt geschenkt und einer ziert unsere Eingangstür. Ob sich dann zu Halloween die Horde Geister und Vampire, die  „Süßes oder Saures“ wollen, überhaupt noch hereintrauen?

18.10.2019 Fahrradausflug von Eschenbach nach Vorra

Fahrradausflug von Eschenbach nach Vorra

Oder kleine Matheaufgabe: 18 Beine auf 7 Fahrrädern – wie geht das?

Die Auflösung: Wir, das sind sechs Kids und Jugendliche und eine Betreuerin samt Hündin im Hunderucksack, haben uns zusammen für eine gemeinsame Radtour in die Sattel geschwungen. Die führte uns auf dem Fahrradweg durch das wunderschöne, herbstliche Pegnitztal von Eschenbach über Alfalter und Düsselbach bis nach Vorra. Etwa sieben Kilometer strampelten wir fröhlich vor uns hin, immer am Fluss entlang, auf dem auch zu dieser Jahreszeit noch etliche Kanus und Kajaks paddeln. Anschließend gab es eine kleine Abkühlung von unten - bei einer Rast haben wir die Zehen ins Wasser gestreckt. In Vorra angekommen machten wir dann Rast im Cafe Inselblick. Frisch gestärkt radelten wir schließlich wieder zum Ausgangspunkt zurück. Fazit: Erschöpft, aber glücklich über einen tollen Ausflug und wie herrlich die Umgebung des Jurahofs doch ist.

24.05.2019 Unser Gartenprojekt ist gestartet!

Unser Gartenprojekt ist gestartet!

Unser Gartenprojekt ist gestartet: Kürbis, Zucchini und Tomaten dürfen nach den Eisheiligen im Mai endlich nach draußen gepflanzt werden. Im ersten Jahr beginnen wir klein: Auf der Terasse vor dem Haus haben wir Hochbeet, Töpfe und alte Zuber mit Erde gefüllt, die unsere ersten Gemüseversuche beherbergen werden. Jetzt verlassen wir uns auf unsere grünen Daumen und hoffen ganz optimistisch auf eine Ernte im Sommer und im Herbst.

 

13.03.2019 Podcast zu "die 9"

15.02.2019 Landrat Reisinger besucht den Jurahof

Landrat Reisinger besucht den Jurahof

Auf Einladung des HVD Bayern, Träger der heilpädagogischen Wohngruppe die 9 am Jurahof, und des Betreibers des Jurahofs selbst, Klaus Hofmann, hat Landrat Richard Reisinger die Einrichtung in Schmidtstadt besucht. Der HVD Bayern wurde durch Vorstand Michael Bauer vertreten, der gemeinsam mit Einrichtungsleiterin Laura Kaa Verbandsarbeit, Betreuungskonzept und Entstehungsgeschichte des Projekts erläuterte.

Der Jurahof ist ein zertifizierter Bio-Betrieb und die Region Amberg-Sulzbach/Amberg ist Öko-Modellregion. Daher wurde der Landrat von Barbara Ströll begleitet, die als Projektmanagerin für diese Belange auch mit Klaus Hofmann schon viele Jahre zusammenarbeitet. Die Kombination von Ökolandbau und Kinderbetreuung ist zwar ein zukunftsweisendes, bisher jedoch keinesfalls alltägliches Konzept. Der Landwirt ist also zu Recht stolz auf die Entwicklung dieses Konzepts, war er es doch, der sich eine Jugendhilfemaßnahme für die Nutzung der Räumlichkeiten gewünscht hatte und mit dem HVD Bayern den richtigen Partner fand.

So ergab sich bei Kaffee und Kuchen aus eigenerzeugten Produkten ein lebendiger Austausch zwischen Politik, Verband, Vertreter*innen der Öko-Modellregion und Mitarbeiter*innen der seit Dezember bestehenden Wohngruppe die 9. Wie das gemeinsame Leben auf dem Jurahof funktioniert erläuterte Laura Kaa, Einrichtungsleiterin von die 9. Sie gab einen Überblick über Tagesstruktur, Besonderheiten dieser Wohngruppe und die inhaltliche Ausrichtung auf Soziale Landwirtschaft. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der aktiven Mithilfe bei anfallenden Aufgaben (z.B. Fütterung der Kühe, Ausmisten des Hühnerstalls, Eierabnahme). Natürlich begleiten Pädagog*innen die Kinder und Jugendlichen bei den Arbeiten und agieren auch als Vorbild. Landwirt Klaus Hofmann leitet die Arbeiten fachlich an. Das gilt auch für den Gemüsegarten für den Anbau zur Selbstversorgung, der im Frühjahr angelegt werden soll.

Die Mitarbeit auf dem Hof ist für die Bewohner*innen von die 9 keine Pflicht, sondern ein Angebot und wird bisher sehr gut angenommen. Die Kinder und Jugendlichen haben sichtbare Erfolgserlebnisse, die körperliche Betätigung und Auslastung im Freien ist für Kinder und Jugendliche unverzichtbar. Erlebnispädagogisch ist auf dem Jurahof eine große Vielfalt gegeben, der Kontakt und der Umgang mit Tieren wirken sich sehr positiv aus. Der Hof bietet unzählige Möglichkeiten, sich auszuprobieren und Selbstwirksamkeitserfahrungen zu machen. Darüber hinaus gibt es natürlich den „normalen“ Wohngruppenalltag, mit Unterstützung bei den Hausaufgaben, Anleitung zur Lebensführung, gemeinsamem Kochen, Ausflüge, Spieleabende, Arbeit mit der Familie, Anbindung an Vereine und das soziale Netzwerk. Kurzum: Das Konzept von die 9 am Jurahof ist wirklich alles andere als normal!

Das sah auch Landrat Reisinger so. Er äußert sich sehr positiv über das in der Region einmalige Konzept, betonte, wie sehr dieses Angebot die Region bereichere und dass er das Projekt als sehr unterstützenswert erachte. Er bezeichnete die 9 am Jurahof als einen Gewinn für die Jugendhilfe und ist sich sicher, dass diese neue Einrichtung bald voll belegt sein wird. Natürlich kam er nicht mit leeren Händen: Er übergab Präsente mit Bezug zur Region, die mit großer Freude angenommen wurden.

Im Bild v.l.n.r.: Barbara Ströll (Öko-Modellregion Amberg-Sulzbach), Klaus Hofmann (Landwirt), Richard Reisinger (Landrat), Laura Kaa (Einrichtungsleitung), Michael Bauer (Vorstand HVD Bayern)

30.01.2019 Alltag auf dem Bauernhof

Eiersuchen klappt nur mit besonders viel Fingerspitzengefühl. Daslohnt sich aber, wenn man sich hinterher ein leckeres Rührei braten kann.
Zweimal täglich müssen außerdem die Kühe gefüttert werden. Das machen wir unter der Regie von Klaus Hofmann (Landwirt), um zu wissen, welche Kühe was genau fressen.
Jede Kuh ist eine Persönlichkeit: Irgendwann weiß man, welche gerne gestreichelt wird, und wer lieber seine Ruhe hat.
Der Januar ist für uns am Hof ein spannender Monat: Es wird gekalbt.
Glückliche Hühner auf frischem Stroh: Natürlich muss auch gemistet werden.

Alltag auf dem Bauernhof

...wie sieht das eigentlich aus?

die 9 sind im Bauernhaus am Jurahof untergebracht, dadurch bekommen wir den Hofalltag hautnah mit. Unsere Kinder und Jugendlichen haben die Gelegenheit (natürlich nicht die Pflicht), täglich bei der Versorgung der Tiere zu helfen. Dabei lernen sie verschiedenste Dinge:

Wie komme ich an ein Ei, wenn das Huhn noch draufsitzt?

Wie muss ich eine Heugabel halten?

...und wie schnell können Kälber laufen?

Die Landwirtschaft mitzuerleben, gibt ihnen die Gelegenheit Verantwortung zu übernehmen, Vorsicht und Rücksicht zu lernen, und bietet eine beständige Struktur.

 

04.12.2018 Los geht's!

Los geht's!

Start der heilpädagogischen Wohngruppe

In den letzten Wochen und Monaten wurden Konzepte entwickelt, ein Team zusammengestellt, renoviert – jetzt geht es endlich los mit unserer Heilpädagogischen Wohngruppe die 9 am Jurahof. Gestern traf sich zum ersten Mal das komplette pädagogische Team, zum Kennenzulernen, um den Jurahof erkunden und Inhaltliches wie Organisatorisches zu besprechen. Im Laufe der Woche dann ziehen auch schon die ersten Bewohner*innen ein. Wir freuen uns auf eine spannende Zeit!

16.10.2018 Vorbereitungen laufen

Vorbereitungen laufen

Es tut sich was bei »die 9«

Es wird fleißig gewerkelt am Jurahof, dort, wo »die 9« bald einziehen sollen. Hier informieren wir Sie künftig über die aktuellen Entwicklungen.

Träger

Soziale Angebote entwickeln

Humanistische Vereinigung

Die Humanistische Vereinigung wurde 1848 gegründet und ist eine Weltanschauungsgemeinschaft, deren Aufgabe es u.a. ist, auf der Grundlage einer weltlich-humanistischen Ethik soziale Angebote zu entwickeln und bereitzustellen. In diesem Sinne ist sie Trägerin von 19 Kindertagesstätten in Bayern, einer humanistischen Grundschule und verschiedener Beratungsangebote. In den Städten Nürnberg und Fürth ist sie mit beratender Stimme festes Mitglied der Jugendhilfeausschüsse. Sie ist Mitglied im Paritätischen Wohlfahrtsverband und zählt derzeit mehr als 2.000 Mitglieder.

Als Humanist*innen betonen wir die natürliche Vernunftbegabung, die soziale Bildung, die freie Persönlichkeitsentfaltung und das Streben nach Glück eines jeden Menschen. Wir fördern die Erkenntnis, dass die persönliche Freiheit und der verantwortliche Umgang mit ihr das höchste Gut des Menschen ist. Damit stehen wir in der Tradition der Aufklärung und verteidigen entschieden Religions- und Gewissensfreiheit, sowie die Trennung von Staat und Kirche im Sinne weltanschaulicher Neutralität des Staates. Mehr Informationen unter www.humanistische-vereinigung.de

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